Teco - Der clevere Testpartner / Dienstleister für Qualitätssicherung

Funktionstest (FKT)

Der FKT folgt in der Regel nach dem ICT. Bei ihm wird die Baugruppe (der Pruefling) als "Black Box" betrachtet und die Antwort von Eingangsbedingungen am Ausgang verifiziert. Daher werden fuer den FKT wesentlich weniger Kontaktpunkte als fuer den ICT benoetigt. Die Kontaktierung der Punkte, an denen die Eingangssignale angelegt werden und die Kontaktierung der Punkte, an denen die Ausgangssignale verifiziert werden, reicht aus. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass auch im ICT lokale FKTs an Bauteilen Adapter fuer ICT und FKT stattfinden, z.B. bei einem Powered Analog Test eines OPV (Operationsverstaerker). Um festzustellen, ob das Bauteil vorhanden ist, wird der Eingang so angesteuert, dass der Ausgang voll aussteuert und zwar in beiden Richtungen (positiv und negativ oder Null). Das ist ein klassischer Funktionstest. Um festzustellen, ob umliegende Bauteile korrekt bestueckt sind, kann durch AC-Stimulierung am Eingang und Messen der AC-Ausgangsgroesse die Verstaerkung bei verschiedenen Frequenzen ermittelt werden. Das ist ebenfalls ein klassischer Funktionstest, der noch zusaetzlich die Beschaltungselemente abprueft.

Je nach Umfang und Aufwand bedeutet es nicht unbedingt, dass der Pruefling physikalisch die ICT-Station verlassen muss um einen FKT durchzufuehren. In den meisten Faellen sind die Stationen jedoch physikalisch getrennt, da nicht benoetigte Kontaktierungsstellen wegen des hauptsaechlich kapazitiven Einflusses ueber die Leitungen der Testnadeln und die Testerelektronik selbst, das FKT-Ergebnis negativ beeinflussen koennen (Signalverzerrungen, Daempfung, etc.).

Die Erstellung von FKT-Programmen erfolgt mit der Teradyne Entwicklungsumgebung TestStation, die eine freie Programmierung aller internen Power-, Mess- und Stimulationsinstrumente erlaubt. Bei der Erstellung von Funktionstests kommt der Vorteil der Laufzeitumgebung von MS-Windows voll zum Tragen. TECO integriert externe Messgeraete mit IEEE, RS232 oder USB (ab Windows 2000) Schnittstelle, bietet externe Programme zur Anzeige von Testergebnissen oder fuer den Funktionstest und Programmierung ueber eine CAN-Anbindung am Pruefling, integrierte Anwendungen zur ISP (In System Programmierung) fuer den Controller auf dem Pruefling - genaueres siehe "Pruefsoftware Erweiterungen". Externe Strom- und Spannungsquellen oder externe Lasten, die mit Analogsignalen steuerbar sind, koennen direkt ueber das 228x Interface mit einer Power-Source oder einer DC-Source eingestellt werden. In einer FKT-Anwendung sind dann entsprechende Sequenzen ausfuehrbar.